Verstöße gegen grundlegende Regeln für den Einsatz metallischer Werkstoffe verursachen einen erheblichen Teil der technischen Schadensfälle. Weitaus seltener führen das komplexe Zusammenwirken unvorhersehbarer Einflüsse oder Werkstofffehler zum Versagen oder sogar zum Ausfall von Maschinen, Anlagen oder Konstruktionselementen. Zum Verständnis der Schäden müssen die werkstoffkundlichen Vorgänge bekannt sein, die bei Überbeanspruchung und Zerstörung eines Materials ablaufen.
Das Schwergewicht dieses Intensivseminars, das einer der Dauerbrenner im DGM-Seminarprogramm ist, liegt auf der Erläuterung dieser werkstofflichen Zusammenhänge. Nach einer Einführung in die Methodik der Schadensanalyse und in die verschiedenen Untersuchungsverfahren werden die Bildungsmechanismen der einzelnen Brucharten sowie die Zerstörungsvorgänge bei Korrosion und Verschleiß in Abhängigkeit von Werkstoff- und Beanspruchungszustand behandelt. Spezielle Kapitel sind der Bruchmechanik, den Schäden an Schweißnähten und dem Wasserstoff gwidmet. Ein besonderer Schwerpunkt des Seminars liegt auf seinem direkten Bezug zur Praxis; er wird durch zahlreiche Beispiele hergestellt.
Das Intensivseminar steht unter der fachlichen Leitung von
Prof. Dr.-Ing. G. Lange, Technische Universität Braunschweig und
Prof. Dr. M. Pohl, Ruhr-Universität Bochum